Altstädte sind von hoher historischer Bedeutung und verfügen über eine Ästhetik, die in dieser Form heute kaum noch reproduzierbar ist. Bestandsgeschützte Fassaden sowie veraltete Bauweisen erschweren jedoch ein langfristig nutzbares und altersgerechtes Wohnen. In diesem Projekt wurde daher anhand einer Altstadtstraße in Bremen eine alternative Strategie untersucht: Ist es möglich, eine Altstadt altersgerecht zu gestalten, ohne einen vollständigen Neubau vorzunehmen?

Hierfür wurde ein zukunftsorientierter Ansatz entwickelt, der eine verstärkte Begrünung sowie neue Gemeinschaftsflächen integriert. Ziel ist es, Menschen aller Altersgruppen ein komfortables und inklusives Wohnen zu ermöglichen. Elemente wie Aufzüge, Podeste, vertikale Begrünungstafeln und barrierefreie Bewegungsflächen bilden dabei zentrale Bestandteile des Konzepts.

Um jedoch eine gesamte Straße unter Berücksichtigung des baulichen Bestands altersgerecht umzugestalten, ist ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich. So müssen unter anderem unterschiedliche Geschosshöhen berücksichtigt werden, ebenso wie die Tatsache, dass die Gebäude trotz ähnlicher Gesamthöhen unterschiedlich viele Geschosse aufweisen. Aus diesem Grund ist die Integration mehrerer Aufzüge notwendig. Diese ermöglichen es, trotz der bestehenden baulichen Gegebenheiten eine durchgängige Barrierefreiheit sowie eine rollstuhlgerechte Erschließung aller Gebäude entlang der Straße zu gewährleisten.