ARCHITEKTUR PORTFOLIO VON
THAYS PRIEWE

KONSTRUKTIVE PLÄNE

Semester 6 und 5, Konstruieren 4 und 3: Umbau eines Geschäftsgebäudes zu einer sozialen Einrichtung mit Wohnungen

Dieses Projekt entstand im fünften und sechsten Semester als Teamarbeit zu zweit. Es beschäftigt sich mit dem Umbau des ehemaligen Billa-Supermarkts in der Hubertusstraße und der Frage, wie bestehende Bausubstanz sensibel und verantwortungsvoll transformiert werden kann. Der Bestand wird dabei nicht als Einschränkung, sondern als Potenzial verstanden und zu einer sozialen Einrichtung mit Arbeitsstätte weiterentwickelt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Umgestaltung und teilweisen Entsiegelung des Außenraums im Spannungsfeld von Infrastruktur und Straßenlärm. Ziel ist eine zurückhaltende Architektur, die funktionale und atmosphärische Räume schafft, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Raum für Aneignung sowie Veränderung lässt.

SCHULE IN NEPAL 

 Semester 6, Entwerfen spezialisierter Themen: Der Bau einer Schule in Nepal aus Lehm und Holz. Erdbebensicher, ökologisch und Selbstversorgend.

Die Auseinandersetzung mit traditionellen Bauweisen zeigt, wie eng kulturelle Praxis, Materialwissen und konstruktive Logik miteinander verwoben sind. Konstruktive Details sind hier nicht normierte Lösungen, sondern das Ergebnis von Erfahrung, Klima, verfügbaren Ressourcen und sozialer Organisation. Im Vergleich zur westlichen Baupraxis entstehen dadurch andere Maßstäbe, Proportionen und Abläufe, in denen Konstruktion, Nutzung und kulturelle Bedeutung untrennbar miteinander verbunden sind. Architektur wird so weniger als Produkt verstanden, sondern als fortlaufender, kontextgebundener Prozess.

Semester 6, Entwerfen 4: Konzept einer Modernisierten Altstadt. Statt die geliebte Altstadt abzureisen lieber anbauen, umbauen und aus altem neues schaffen.

ALTSTADT MODERNISIEREN

Altstädte besitzen hohe historische Bedeutung und eine Ästhetik, die heute kaum reproduzierbar ist. Gleichzeitig erschweren denkmalgeschützte Fassaden und veraltete Bauweisen ein langfristig nutzbares, altersgerechtes Wohnen. Dieses Projekt untersucht daher am Beispiel einer Altstadtstraße in Bremen, wie eine behutsame Umgestaltung ohne vollständigen Neubau möglich sein kann.

Der Entwurf integriert verstärkte Begrünung, neue Gemeinschaftsflächen sowie barrierefreie Elemente wie Aufzüge, Podeste und Bewegungsflächen. Ziel ist ein inklusives Wohnumfeld für alle Generationen. Durch flexible Lösungen reagiert das Konzept auf unterschiedliche Geschosshöhen und Gebäudestrukturen und ermöglicht eine durchgängige barrierefreie Erschließung entlang der Straße.

Der Umgang mit Leerstand gewinnt in Architektur und Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung. Er ermöglicht die sinnvolle Weiterverwendung bestehender Ressourcen, schont Flächen und schafft neue Räume zum Wohnen, Arbeiten oder für gemeinschaftliche Nutzungen.

Dieses Projekt widmet sich einem sogenannten „Lost Place“ – einem über Jahre ungenutzten Gebäude ohne sozialen oder städtebaulichen Mehrwert. Ziel der Arbeit war es, den Leerstand neu zu interpretieren und durch eine behutsame Umnutzung in eine Unterkunft für bedürftige Menschen zu transformieren. So wird Leerstand nicht nur als Herausforderung, sondern als Potenzial für soziale Verantwortung und nachhaltige Stadtentwicklung verstanden.

LEERSTAND NUTZEN

Semester 5, Entwerfen 3: Behutsame Umnutzung von Leerstand als Beitrag zu nachhaltiger und sozialer Architektur.

KULTURZENTRUM GRAZ 

Semester 4, Entwerfen 2:  

Das Projekt entwickelt einen urbanen Naturraum im Bezirk Lend in Graz, der als Schnittstelle zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft fungiert. Im Kontext des historisch geprägten Mühlgangs und eines heterogenen Umfelds entsteht ein Ort, der Biodiversität stärkt und soziale Begegnung fördert.

Die Entwurfsidee versteht Architektur als „Dimmer“, der bestehende räumliche, soziale und natürliche Qualitäten gezielt reguliert, verstärkt oder zurücknimmt. Durch die Reduktion von Barrieren und die Schaffung neuer Verbindungen entsteht ein offenes, niederschwelliges Umfeld, das unterschiedliche Nutzungen zulässt.

Ziel ist ein identitätsstiftender Raum, der die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Wasser stärkt und langfristig ökologische sowie soziale Qualitäten im städtischen Kontext fördert.

ARCHITEKTUR UND ENERGIE

Semester 4, Architektur & Energie, Workshop3: Material- und Energieoptimierung

Modulare Notunterkunft (Architektur & Energie): Das Projekt entwickelt ein flexibles, modulares Gebäudesystem für Notunterkünfte, das schnell auf- und abgebaut sowie an unterschiedliche Standorte angepasst werden kann. Im Fokus stehen eine ressourcenschonende Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad sowie eine nachhaltige Energie- und Materialstrategie, etwa durch PV-Anlagen, Dachbegrünung und Regenwassernutzung. Gleichzeitig wird großer Wert auf Wohnqualität gelegt: helle Räume, natürliche Belüftung und gemeinschaftliche Außenbereiche schaffen eine menschenwürdige Umgebung jenseits klassischer, streng organisierter Notlager.

Workshop 3: Material- und Energieoptimierung: Im Rahmen des Workshops wird ein Gebäudeentwurf hinsichtlich seiner ökologischen Performance untersucht und optimiert, indem verschiedene Bauweisen (Beton-, Ziegel- und Holzbau) systematisch verglichen werden. Ziel ist es, den CO₂-Ausstoß und den Energieverbrauch durch materialbewusste Entscheidungen zu reduzieren. Der optimierte Entwurf kombiniert die effizientesten Eigenschaften der Varianten und zeigt, wie durch gezielte Materialwahl und konstruktive Anpassungen eine nachhaltigere und energieeffizientere Architektur entstehen kann.

Analyse Historischer Architektur

Semester 4, Analyse Historischer Architektur:  Analyse eines historischen Gebäudes in Graz im städtebaulichen Kontext: Münzgrabenstraße 2

Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Analyse eines historischen Gebäudes in der Münzgrabenstraße 2 und seinem städtebaulichen Umfeld. Untersucht wurden die historische Entwicklung, bauliche Veränderungen sowie die Einbettung in den urbanen Kontext über verschiedene Zeitebenen hinweg. Die Ergebnisse wurden durch Pläne, Modelle und Ansichten grafisch aufgearbeitet.

Gezeigt werden ausschließlich meine eigenen Beiträge aus der Teamarbeit. Ein besonderer Fokus lag auf der Ausarbeitung der Ansicht, die das Gebäude präzise in seinem historischen Charakter und heutigen stadträumlichen Zusammenhang darstellt. Architektonisch überzeugt das Gebäude durch klare Symmetrie, horizontale Gliederungselemente und eine ruhige, klassisch geprägte Fassadenordnung.

KIOSK-Konsumtempel

Semester 3, Entwerfen 1:  Transformation sakraler Architektur in einen zeitgenössischen Konsum-Kiosk

Ausgehend von der St.-Joseph-Kirche von Franz Riepl entstand in diesem Projekt ein Kiosk bzw. „Konsum-Tempel“. Aufgabe war es, aus einer zugewiesenen Kirche ein eigenständiges Bauwerk abzuleiten. Das Projekt wurde als Teamarbeit zu zweit entwickelt.

Die prägnante Materialität der Kirche – Kupfer, Backstein, Glas und Holz – sowie ihre kubische Formensprache bildeten die Grundlage des Entwurfs. Modelle im Maßstab 1:33 vertieften dabei das Verständnis für Proportion und Konstruktion.

EICHHOLZER
WETTBEWERB  

Semester 2, Wettbewerb an der TU Graz: Grünanger neu definieren

Nach Recherche, Ortsbesichtigung in Graz und Befragung der Anwohner wurde ein städtebauliches Konzept entwickelt, das Wohnqualität und Gestaltung verbessert. Zentrale Themen waren Barrierefreiheit, Schimmel, Abfallmanagement und geringe Aufenthaltsqualität.

Der Entwurf setzt auf An-, Auf- und Umbauten statt Abriss und nutzt modulare Lösungen für die wiederkehrenden Gebäudetypologien. Holz, Fassadenbegrünung und Photovoltaik mit 3.418 m² Fläche bilden die ökologischen Kernelemente.

Zur Erinnerungskultur wurde ein Museum in der Andersengasse 32–34 vorgesehen. Der denkmalgeschützte Keller bleibt erhalten und wird von 120 Holzpfeilern gerahmt, die an die Opfer des ehemaligen Arbeitslagers erinnern.

MITTELSCHULE (E.U.L.E)

Semester 2, Gestalten und Entwerfen 2:  Erstellen einer Mittelschule: E.U.L.E: Eltern unabhängige Lern-Einrichtung.

Die E.U.L.E.-Mittelschule basiert auf einem kreisförmigen Raumkonzept, das Lernen, Bewegung und Gemeinschaft verbindet. Ein zentraler Multifunktionsbereich vernetzt alle Bildungsräume über kurze Wege und schafft Orientierung sowie flexible Nutzungen.

Großzügige Fensterflächen mit Holzlamellen sorgen für Tageslicht und Schutz, während Flure als Lern- und Aufenthaltszonen gestaltet sind. Jeder Klassenraum besitzt einen eigenen Freibereich.

Ein begehbares, begrüntes Dach erweitert den Bildungsraum und stärkt die Verbindung von Innen- und Außenräumen.

MUSEUMAM  FREIHEITSPLATZ

Der Entwurf des Museum of the Free Arts schafft einen offenen Kulturraum mit klarer Trennung von öffentlichen und internen Nutzungen. Eingangsbereich, Café, Shop und Büro liegen im Erdgeschoss und sind unabhängig vom Ausstellungsbetrieb nutzbar.

Die Ausstellungsräume organisieren sich vertikal um einen zentralen Erschließungskern und ermöglichen einen kontinuierlichen Rundgang nach oben. Den Abschluss bilden ein natürlich belichteter oberster Saal sowie eine Terrasse mit Ausblick.

Die Kubatur reagiert auf die Nachbarbebauung, setzt jedoch mit einer einheitlichen Klinkerfassade aus Petersen Tegl und markanten Gauben einen eigenständigen städtebaulichen Akzent.

Semester 1, Gestalten und Entwerfen 1: Umbau eines Geschäftsgebäudes zu einer sozialen Einrichtung mit Wohnungen  

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