E.U.L.E-Mittelschule 2. Semester
1.Fragen vor dem Entwurf
•Für wen wird gebaut?
•Ist Optik Alles?
•Wie schaffe ich ein gutes Lernumfeld, angepasst an die Altersgruppe (Mittelschule)?
2. Research
•Mittelschule: 5-8 Klasse (~11-14 Jahre)
•„Achten Sie auf körperlichen Ausgleich, besonders in Lernphasen.“
•„Wenn sie das Gefühl haben, selbst (mit-)entscheiden zu können, testen Schüler in diesem Alter gern vieles, was später nützlich ist.“
•Hochpupertät (12-16): „Während der Pubertät reagiert das Gehirn ungewöhnlich schwach auf den Botenstoff Dopamin, der für Motivation und Antrieb verantwortlich ist. Jugendliche brauchen daher stärkere Reize als Kinder und Erwachsene, um sich zu motivieren: Teenies lernen besser, wenn sie leichten Stress empfinden.“
•Hell, ruhig, mit schönen Farben und viel Platz.
•Wichtige Bücher und Nachschlagewerke sollten in greifbarer Nähe stehen.
•„In der Regel besuchen Kinder im Alter von 11 Jahren eine weiterführende Schule und haben somit das Grundschulalter hinter sich gelassen. Kein Wunder also, dass sich elfjährige Mädchen und Jungen schon gerne wie kleine Erwachsene benehmen und sich nicht mehr alles von ihren Eltern sagen lassen.“
Motivation: keinen Bock auf Schule - Magazin SCHULE
3.Zusammenfassung
•Viel Licht
•Viel Platz
•Ausreichend Bewegungsmöglichkeit
•Genügend Bewegungsfreiheit
•Komfortempfinden: Kinder sollen sich wohl fühlen, aber nicht wie Zuhause.
Die E.U.L.E.-Mittelschule basiert auf einem klaren, kreisförmigen Raumkonzept, das Lernen, Bewegung und Gemeinschaft gleichwertig organisiert. Ein zentraler Multifunktionsbereich bildet das räumliche Herz des Gebäudes und verbindet die einzelnen Bildungsräume über kurze Wege. Die ringförmige Struktur schafft Orientierung, fördert Begegnung und ermöglicht eine flexible Nutzung der Lernbereiche.
Großzügige Fensterflächen in Kombination mit vertikalen Holzlamellen gewährleisten einen gleichmäßigen Lichteinfall sowie Sonnen- und Sichtschutz. Trichterartig ausgebildete Raumsequenzen verstärken das offene Raumgefühl und vermeiden Enge. Flure werden nicht als reine Erschließungsflächen verstanden, sondern durch integrierte Lernregale, Sitz- und Liegeelemente als aktive Lern- und Aufenthaltszonen genutzt. Jeder Klassenraum ist einem eigenen Freibereich zugeordnet und ermöglicht selbstständiges Lernen im Außenraum.
Das begehbare, begrünte Dach erweitert den Bildungsraum in die Vertikale und schafft zusätzliche Aufenthalts- und Lernflächen. Die enge Verzahnung von Innen- und Außenräumen, die klare Materialwahl sowie der hohe Anteil an Grünflächen tragen zu einer lernfördernden Atmosphäre bei, die Eigenständigkeit, Bewegung und Aufenthaltsqualität nachhaltig unterstützt.