GESTALTEN UND ENTWERFEN
Semester
Der Entwurf des Museum of the Free Arts verfolgt das Ziel, einen offenen und einladenden Kulturraum zu schaffen, der sich klar in öffentliche und nicht öffentliche Nutzungen gliedert. Ein großzügiger Eingangsbereich bildet den Auftakt des Museums, während Café, Shop und Büro bewusst im Erdgeschoss angeordnet sind, um unabhängig vom Ausstellungsbetrieb genutzt werden zu können. Die Archivflächen sind auf mehrere Ebenen verteilt, um eine effiziente Flächennutzung zu gewährleisten und die Ausstellungsebenen klar davon zu trennen.
Die Ausstellungsräume organisieren sich vertikal um einen zentralen Erschließungskern und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern einen kontinuierlichen Rundgang nach oben. Diese vertikale Abfolge steigert die räumliche Dramaturgie des Museumsbesuchs und kulminiert in einem obersten Ausstellungsraum, der im Gegensatz zu den darunterliegenden Ebenen von allen Seiten natürlich belichtet ist. Eine darüberliegende Terrasse dient als Aussichtsplattform und erweitert den Museumsbesuch in den Stadtraum.
Die Kubatur des Gebäudes reagiert auf die Maßstäblichkeit der benachbarten Bebauung, behauptet jedoch durch ihre Materialität und Dachausbildung eine eigenständige Identität. Eine durchgängige Klinkerfassade aus Petersen Tegl umhüllt das Gebäude bis zur Firstlinie und bindet Fassade und Dach zu einem einheitlichen Volumen zusammen. Drei Gauben Elemente durchbrechen bewusst die umliegende Dachlandschaft und machen das Museum als städtebaulichen Akzent ablesbar. Die Architektur versteht sich nicht als neutraler Hintergrund, sondern als räumlicher Rahmen, der die Wahrnehmung der Kunst durch unterschiedliche Blickbeziehungen, Höhen und Perspektiven aktiv unterstützt.